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Gesundes Kükenfutter für deine Küken: Wichtige Tipps
// KATHARINA

Eine optimale Aufzucht deiner Küken beginnt mit dem richtigen Futter. Küken brauchen in den ersten Wochen ein Futter, das reich an Nährstoffen ist, um gesund heranzuwachsen, denn während dieser Phase entwickeln sich ihre Organe, der Legeapparat, das Gefieder und die Knochen. Erfahre in diesem Artikel mehr darüber, wie du deine Küken optimal ernährst und welche Rolle das Kükenfutter dabei spielt.
- Warum die richtige Ernährung für Küken wichtig ist
- Die wichtigsten Bestandteile von hochwertigem Kükenfutter
- Kükenstarter bis zur 3. Lebenswoche
- Vom Kükenstarter zum Kükenaufzuchtfutter
- Spezielle Kükenfutter für verschiedene Geflügelarten
- Natürliche Ergänzungen zum Kükenfutter
- Tipps für die Kükenaufzucht
- Fazit
- FAQ
Warum die richtige Ernährung für Küken wichtig ist
Die richtige Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit und das Wachstum deiner Küken. Direkt nach dem Schlupf zehren die kleinen Küken von den Reserven des Dottersacks und benötigen die ersten 24 bis 48 Stunden kein Futter. Dennoch solltest du deinen Küken von Anfang an Kükenstarter zur Verfügung stellen, da nicht alle Tiere gleichzeitig schlüpfen.
Küken benötigen eine spezielle Zusammensetzung an Proteinen, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen für ein optimales Wachstum. Der Energiebedarf von Küken ist dabei im Verhältnis zu ihrer Körpergröße deutlich höher als bei ausgewachsenen Hühnern.
Besonders wichtig ist die richtige Nährstoffversorgung für die Entwicklung eines stabilen Skeletts und eines gesunden Gefieders. Eine falsche Fütterung kann zu Mangelerscheinungen, Wachstumsstörungen und einer geschwächten Immunabwehr führen.

Die wichtigsten Bestandteile von hochwertigem Kükenfutter
Damit deine Küken optimal wachsen und gedeihen, ist es wichtig, ein hochwertiges Kükenfutter auszuwählen. Ein gutes Kükenfutter erkennst du an der Zusammensetzung. Sie sollte so gestaltet sein, dass sie den erhöhten Nährstoffbedarf der wachsenden Küken deckt. Ein besonders hoher Energie- und Proteingehalt ist dabei wichtig.
Die Struktur des Futters ist ebenfalls von großer Bedeutung. Eine feine, mehlige Struktur ist ideal auf die kleine Schnabelgröße der Küken angepasst.
| Nährstoff | Funktion |
|---|---|
| Protein | Wachstum und Entwicklung |
| Calcium und Phosphor | Knochenentwicklung |
| Vitamine (A, D3, E, B) | Immunfunktion und Stoffwechsel |
| Spurenelemente (Eisen, Zink, Kupfer, Selen) | Verschiedene Körperfunktionen |
Essentielle Aminosäuren wie Methionin und Lysin unterstützen das Wachstum und die Federbildung. Vitamine und Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle für die Immunfunktion und den Stoffwechsel der Küken.
Es ist wichtig, dass das Kükenfutter so zusammengesetzt ist, dass eine Selektion einzelner Futterbestandteile durch die Küken verhindert wird. Herkömmliches Hühnerfutter ist daher für Küken ungeeignet, da es zu grobkörnig ist und nicht den erhöhten Nährstoffbedarf der wachsenden Tiere deckt.
Kükenstarter bis zur 3. Lebenswoche
Es gibt verschiedene Arten von Kükenfutter, die je nach Alter und Bedarf der Küken verwendet werden sollten.
Kükenstarter ist speziell für die ersten Lebenstage bis etwa zur 3. Lebenswoche konzipiert und zeichnet sich durch eine besonders feine, mehlige Struktur und hohen Proteingehalt aus. Dieses Futter ist ideal für die ersten Tage deiner Küken.
Was sind Kokzidiostatika (+cocc)?
Es gibt Kükenfutter mit und ohne Kokzidiostatika – letztere sind Zusatzstoffe im Kükenfutter, die vor der gefürchteten „Roten Kükenruhr“ schützen können. Kükenfutter mit Coccidiostatika ist besonders wichtig für nicht geimpfte Küken, da diese oft noch nicht über die notwendigen Abwehrkräfte verfügen, um Kokzidien effektiv zu bekämpfen.
Vom Kükenstarter zum Kükenaufzuchtfutter
Ab der 3. bis zur 8. Lebenswoche solltest du auf Kükenaufzuchtfutter umsteigen, das eine etwas gröbere Struktur hat, aber immer noch auf die Bedürfnisse wachsender Küken abgestimmt ist. Es gibt auch spezielles Aufzuchtfutter, welches du ab der 1. Lebenswoche verfüttern kannst.
Das Alleinfutter für Küken enthält alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung und sollte nicht mit zusätzlichem Futter gemischt werden, um die Wirkung nicht zu beeinträchtigen. Die Umstellung von Kükenstarter auf Aufzuchtfutter und später auf Junghennen- oder Mastfutter sollte schrittweise erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Für Masthähnchen gelten andere Zeiträume: Sie erhalten Starterfutter nur bis zur 4. Lebenswoche und werden dann auf spezielles Mastfutter umgestellt. Die Futterstruktur wird mit zunehmendem Alter der Tiere gröber, bleibt aber immer an die Schnabelgröße der Jungtiere angepasst.

Wie lange Kükenfutter füttern?
In der Regel wird Kükenfutter bis zur 8. Lebenswoche angeboten. Danach sollten die Küken schrittweise an Junghennenfutter gewöhnt werden. Ab der siebten Woche kannst du bereits Junghennenfutter unter das Kükenfutter mischen, um die Küken sanft an die neue Futterart zu gewöhnen. So hat ihre Verdauung die Möglichkeit, sich langsam anzupassen.
Futterarten: Pellets, Mehl oder Körner?
Kükenfutter in Form von Mehl oder Pellets ist besonders gut geeignet, da die Presskörner in ihrer Größe so gewählt sind, dass auch Zwerghuhnrassen diese problemlos aufnehmen können. Der Vorteil der Pelletform ist, dass alle Nährstoffe vereint sind, wodurch eine Selektion der besten Leckerli verhindert wird und Mangelernährung ausgeschlossen bleibt. Ähnlich verhält es sich mit Kükenmehl, das in seiner Struktur etwas grobkörniger als reines Mehl ist.
Herkömmliches Alleinfutter für ausgewachsene Hühner ist weniger geeignet, da die grobe Körnung es Küken erschwert, alle Bestandteile des Futters aufzunehmen. Dies kann zu einem Nährstoffdefizit führen.

Leimüller Kükenfutter

Leimüller Junghennenfutter

Leimüller Legehennenfutter Classic

Was dürfen Küken nicht fressen?
Es gibt bestimmte Lebensmittel, die für diese kleinen gefiederten Freunde schädlich oder sogar gefährlich sein können. Hier sind einige der wichtigsten Nahrungsmittel, die Küken unbedingt vermeiden sollten:
Spezielle Kükenfutter für verschiedene Geflügelarten
Verschiedene Geflügelarten wie Hühner, Wachteln, Enten, Gänse oder Puten haben unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse, weshalb du für jede Art spezielles Kükenfutter verwenden solltest.
Hühnerküken benötigen ein ausgewogenes Alleinfutter mit etwa 18-20% Protein, das ihre Entwicklung optimal unterstützt und in feinkörniger Struktur angeboten wird. Dieses Futter ist speziell darauf ausgerichtet, die Bedürfnisse von Hühnerküken zu erfüllen und ihre gesunde Entwicklung zu fördern.
Wachtelküken haben einen besonders hohen Proteinbedarf von bis zu 28% und benötigen eine extra feine Futterstruktur aufgrund ihrer geringen Größe.
Für Enten- und Gänseküken gibt es spezielles Kükenkorn, das auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmt ist und die Knochenentwicklung sowie Federbildung unterstützt. Dieses Futter ist wichtig, um die spezifischen Anforderungen dieser Geflügelarten zu erfüllen.
Zwerghuhnküken benötigen ein spezielles Kükenfutter in schnabelgerechter Größe, das auf ihre kleinere Statur abgestimmt ist. Dieses Futter unterstützt ihre Entwicklung und stellt sicher, dass sie die notwendigen Nährstoffe erhalten.
Putenküken haben einen besonders hohen Proteinbedarf und benötigen ein speziell auf sie abgestimmtes Alleinfuttermittel für Puten.
Die Verwendung von artspezifischem Kükenfutter ist wichtig, da die falsche Zusammensetzung zu Mangelerscheinungen oder Entwicklungsstörungen führen kann. Bei allen Geflügelarten ist auf eine optimale Mineralisierung des Futters zu achten, um eine gesunde Knochenentwicklung zu gewährleisten.

Natürliche Ergänzungen zum Kükenfutter
Neben dem richtigen Kükenfutter gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Entwicklung deiner Küken zu unterstützen.
Eine bewährte Ergänzung ist Blaumohn, der Küken hilft, Futter zu finden und bei Verdauungsproblemen zu unterstützen. Ideal ist die Zufütterung ab dem ersten Lebenstag.
Oregano wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und kann den Appetit anregen. Es ist besonders in der Kükenaufzucht beliebt und unterstützt die Gesundheit deiner Küken.
Spezielle Ergänzungsfuttermittel enthalten probiotische Bakterien, die eine gesunde Darmflora fördern und das Immunsystem stärken. Produkte mit Spirulina, Fenchel und Kurkuma können das Immunsystem unterstützen und präventiv gegen Parasiten wirken.
Petersilienblätter sind reich an Vitamin C und können den Stoffwechsel sowie das Immunsystem fördern. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zum Kükenfutter.
Es ist wichtig zu beachten, dass viele dieser Ergänzungen nicht nur für Küken, sondern auch für adulte Tiere geeignet sind und langfristig zur Gesunderhaltung beitragen können.
Tipps für die Kükenaufzucht
Hier sind einige praktische Ratschläge, die dir helfen können, die Aufzucht deiner Küken zu erleichtern:

Fazit
Für eine erfolgreiche Aufzucht deiner Küken brauchst du ein hochwertiges Kükenfutter. Berücksichtige die spezifischen Bedürfnisse deiner Küken. Hühner, Wachteln, Enten und Gänse haben unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse.
Eine feine, mehlige Struktur des Futters ist besonders für junge Küken wichtig, damit sie das Futter leicht aufnehmen können. Füttere deine Küken in den ersten Wochen fünf bis sieben Mal täglich mit kleinen Mengen, die sie schnell aufpicken können. Eine gute Hygiene ist ebenfalls entscheidend; reinige die Futter- und Wassertröge täglich.
Ergänze das Basisfutter mit natürlichen Zusätzen, um die Vitalität und das Immunsystem deiner Küken zu stärken. Beim Wechsel von einer Futterart zur nächsten solltest du das alte mit dem neuen Futter über einige Tage mischen.




